Reformationsbrötchen 

Auf diesen Reformationstag habe ich mich schon lange gefreut, da es aus diesem Anlass Reformationsbrötchen gibt. Wie kennt ihr sie, quatratisch mit den vier Ecken der Mitra oder rund wie eine Blume in Anlehnung an die Lutherrose?

Die erste Variante schien mir für den ersten Versuch die einfachere.

Dazu werden die Teiglinge zu kleinen Quadraten ausgerollt und die vier Ecken eingeschlagen. Während die Teiglinge so auf dem Blech lagen und wartetet, zeigten sie deutlich ihren Protest und ihr Drang nach Veränderung brachte sie aus der Form.

Aus der vorgesehenen Form.  

Der Teig hatte genügend Kraft und wollte sich frei entfalten, sodass die Form mit einem Reformations-brötchen nicht mehr viel gemein hat. Die fertigen re-formierten Brötchen ergaben dann doch eine Blumenform.

 Diese glutenfreien sind mit selbstgemachten Orangeat, getrockneten Aprikosen und roter Marmelade. 

Es gibt sie in verschiedenen Formen: als quadratische Brötchen oder rund mit 5 Blütenblättern, die an die Lutherrose erinnern. Die vielfältige Tradition zeigt eins – mit der Reformation vor 500 Jahren haben sie nicht viel zu tun. Bis auf den Namen,  den man diesem süßen Brötchen gegeben hat. Im Original erinnert der Geschmack an kleine Stolle. So hat die Tradition in Vorfreude auf den Christstollen, den es ja erst nach der heiligen Nacht geben kann, einen Weg gefunden, die Wartezeit zu  versüssen. 

Diese Vermutung passt zu der Annahme, dass es sich aus der Tradition der Martinsbäckerei entwickelt hat. 

Das Reformationsbrot, was in anderen Regionen gebacken wird, ist gar älter als die Reformation selbst. Ein traditionelles Brotrezept wurde hier im Land der Reformation umbenannt. Im Grunde werden so Rezepte überliefert, sie kommen im neuen Format daher – und sind lange bekannt.

📍Zutaten:

420g glutenfreie Mehlmischung 

(120g Reismehl,

100g Maismehl 

100g Kartoffelstärke)

200 ml Milch

150 ml Wasser

  5 g Bio-Backhefe

 2 EL Zucker

 1 EL Fiber Husk

 1 TL Salz 

 1 TL Zimt

 1/2 TL Anispulver 

 50g Lievito Madre 

 50g geh.Mandeln /Walnüsse 
Reformationsbrötchen ohne Hefe

Mit einem glutenfreien Sauerteig und einem Vorteig gelingen sie hefefrei genausogut.  Zwei bis drei EL vom Vorteig abnehmen und als Starter ( 60g ASG) für das nächste Sauerteigbrot im Kühlschrank aufbewahren. 

1) Vorteig:

120g Maismehl

120g Wasser

  60g Starter – ASG oder Lievito Madre  (milder Sauerteig)

RZ: 12-20h

2) Hauptteig:

400 ml Wasser

250 g Sauerteig ( Vorteig)

130 g Reismehl

150 g Buchweizenmehl 

 15 g Fiber Husk

  1 TL Salz

  1 Glas rote Konfitüre

  Orangeat nach belieben.

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Kürbis – Apfel – Nusskuchen #glutenfreierkuchen, #kürbiskuchen

Mit diesem herbstlichen Kürbiskuchen möchte ich das Projekt: Backe Backe Kuchen mein altes Rezept hat gerufen unterstützen. Das Ziel des Projektes, die Mehle in klassischen Kuchenrezepten 1:1 gegen ein glutenfreies Mehl austauschen zu können. Grundsätzlich könnt ihr jede helle Mehlmischung verwenden. 

Für diesen Kürbis – Gugelhupf habe ich die glutenfreie Reismehlmischung des Projektes getestet. Der herbstliche Kuchen mit Nusstopping ist somit glutenfrei und mit den Datteln anstatt des Rohrohrzuckers auch low carb. 

Mit dem Nusstopping aus Haselnüssen geht ein Gruß an Zorra vom Blogevent Haselnüsse. Da konnte ich nicht wiederstehen. Die Nüsse waren schnell gesammelt. 200g Haselnüsse mit etwas Nussöl und Datteln püriert und fertig war mein weltbestes #Nusspesto. 

Update: da die Blogevents zu verschiedenen Themen in großen doch regelmäßigen Abständen stattfinden, lohnt es dort rein zu schauen. 

Mehr leckere Ideen mit Haselnüssen und die Verwendung von Nusspesto findet ihr beim kochtopf von Zorra: https://www.kochtopf.me/blog-event-cxxv-haselnuss

Die Süsse ist wie bei allen Backwaren austauschbar. Sehr gern verwende ich auch Honig. Lust bekommen, mitzubacken? dann trau dich ran ans glutenfreie Backen. Verrate dein Lieblingsrezept oder ein neue Variation davon in den Kommentaren und dann mit glutenfreien Mehl nachbacken. 

📍Zutaten:

350g Kürbiswürfel püriert 

200g Apfel geraspelt

200g brauner Zucker / Datteln 

200g gf Mehlmischung für Kuchen

  1 EL Zitronensaft

  1/2 TL Zimt

  4 Eier 

 50g Butter 

  2 TL Backpulver 

  2 Msp. Vanilleextrakt 

 2-3 EL Nusspesto

Wurzelbrot mit Quinoa #hefefreiesbrot

Dieses rustikale Wurzelbrot gibt es anlässlich des WBD – World Bread Day 2016 #worldbreadday2016

Die Teilnahme ist für mich eine Premiere. Für jemanden, der seine Brote mit  Leidenschaft selbst bäckt, ein Muss. Wir feiern diesen Tag mit hunderten weltweit, die diese Leidenschaft teilen. Danke an Zorra vom Blog 1xumrührenbitte aka kochtopf.me für diesen Anlass.

Zubereitung:

1) den Vorteig mit dem aktivierten Sauerteigansatz aus dem Kühlschrank herstellen. Dazu habe ich 75g glutenfreien Lievito Madre entnommen und mit einem kleinen Teil des Mehls gefüttert. Nach 2h das restliche Mehl und das Wasser unterrühren. Der Vorteig benötigt jetzt 8 – 12Stunden Ruhe.

    2) Hauptteig:

    Die weiteren Zutaten mit dem Vorteig vermengen und weitere 8 Stunden, am besten über Nacht ruhen lassen.

    3) Am Backtag den Teig dritteln und auf einem Blech oder Pizzastein freigeschoben abbacken.

    4) ⏳Backzeit: 50min 

    davon 15 min bei 240′ C und weitere 35 min bei 200′ C.

    📍Zutaten:

    Sauerteig (Vorteig):

    150g Reismehlmischung 

    150ml Wasser

     75 g Lievito Madre 

    Hauptteig:

    350 ml Wasser 

    375 g Sauerteig ( Vorteig)

    125 g Quinoamehl 

    225 g Smartmehl dunkel

    300 g helles Mehl (Bio Backmischung Kerniges Brot von Seitz)

     10g Inulin

     10g Salz

       2 EL Olivenöl 

    Kräuterbrot italienischer Art #italienisches Kräuterbrot

    Dieses Kräuterbrot ist auch ohne Kürbis ein sehr würziges Herbstbrot. Dafür sorgt das Kräuterpesto und die Gewürzmischung italienischer Art. 

    Die Kräuter sind hier nicht mehr zu sehen, dafür die weiche Krume und die schöne feste Kruste. Es sieht aus wie im Ofen gebacken, kommt jedoch aus dem Automaten. 


    Wie es scheint, habe ich jetzt das optimale Verhältnis von Mehlen und Flüssigkeit gefunden, um nicht nur eine weiche Krume im Brot, sondern auch noch eine schöne Kruste zu haben.
    Dennoch könnt ihr die Mehle austauschen. Ich habe meine bewährte Reismehlmischung mit 50g Leinsamenmehl und geschroteten Leindamen, sowie 70g Buchweizenmehl ergänzt, insgesamt 400g glutenfreies Mehl und 350 ml Wasser.
    📍Zutaten:

    400g dunkles Smartmehl oder dunkle Reismehlmischung

    350 ml Wasser

    250g Paprika

     1 rote Zwiebel

    1/2 TL Pizzagewürzmischung italienischer Art

    1/2 Pck. Trockenhefe 

     1 1/2 TL Salz 

     1 EL Pflanzenöl 

     1 EL Pesto